„Ich mache das IMMER so und so!“

Ihr Lieben, ich weiß gar nicht so recht, wie ich mich ausdrücken soll, ohne wem auf den Schlips zu treten. Allerdings möchte ich auch nicht schweigen, denn ich finde es wichtig. Ich sage ja immer: Macht, was ihr wollt! Es ist eure Hochzeit! Ich muss ergänzen: Fragt auch die vermeintlich seltsamsten Dinge bei den RednerInnen ab, wenn ihr euch mit ihnen trefft.

Wie ich drauf komme, dass das notwenig ist? Nun ja. Ich hatte neulich eine Hochzeit. Während ich alles aufbaue, kamen drei Menschen auf mich zu samt Baby. Und eine der Personen erzählte dann, dass so ziemlich alles, was aufgebaut war, total bescheuert sei und wie sie immer alles macht. Mir dämmerte dann, dass es sich um eine Kollegin handelte. Und ich finde es nach wie vor extrem befremdlich, dass sie alles schlecht machte, was sich mein Paar gewünscht hatte.

Schaut also bitte, ob die RednerInnen, mit denen ihr sprecht und arbeiten wollt, euch und eure Ideen und Wünsche ernst nehmen oder ob jeder zweite Satz ist „ich mache das immer so und so“, wie es bei diesem Gespräch war. Natürlich berate ich euch und natürlich habe ich auch zu so ziemlich jedem Punkt einer Zeremonie meine eigene Meinung. Aber die bekommt ihr nur raus, wenn ihr gezielt danach fragt und nicht, weil ich sie ungefragt zum Besten gebe. Gruselig war das, wirklich. Und sorry, wenn ich das so schreibe. Aber es ist eben eure Hochzeit und nicht die von irgendwem anders (zumal das, was vermeintlich immer so gemacht wird, im Video ganz anders war…). Seltsam, sehr seltsam.

Ob nun bei mir oder wem auch immer: Augen auf bei der RednerInnensuche, besser isses. Nicht zuletzt für die Fotos, denn Wasserflaschen und Gläser finde ich persönlich extrem unschön auf einem Trautisch…

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Ein Erinnerungsstück als Geschenkidee: Die Hochzeitszeitung

Der Tag der Hochzeit ist für viele Paare ein Tag, auf den sie sich monatelang vorbereiten. Im Nachhinein stellen viele Ehepaare dann jedoch fest, dass der große Tag viel zu schnell an ihnen vorbeigezogen ist. Deshalb ist es eine tolle Idee, eine Hochzeitszeitung zu gestalten und dem Paar an ihrem großen Tag zu überreichen.
Doch womit fangt Ihr bei der Planung solch einer Hochzeitszeitung eigentlich an? Zu Anfang ist es wichtig, eine kurze Checkliste durchzugehen:
1. Welche Art von Hochzeitszeitung oder -magazin soll es sein?
2. Welche Personen können Euch bei der Umsetzung helfen?
3. Welche Inhalte wären passend?
4. Wie gestaltet Ihr die Hochzeitszeitung und wo lasst Ihr sie drucken?

1. Mit Vorlagen arbeiten
Als erstes gilt es also festzulegen, welche Art von Hochzeitszeitung Ihr gestalten möchtet. Online findet Ihr zahllose schöne Vorlagen – vom Tageszeitungsdesign bis hin zu Zeitschriftenmustern. Falls Euer Brautpaar eine Hochzeitswebseite angelegt hat, könnt Ihr Euch dort Inspirationen holen und den Stil (Farbe, Schriftart, Charakter) übernehmen. Oder lesen die beiden eventuell gern bestimmte Tageszeitungen oder Magazine? Dann haltet Euch an dieses Design und lehnt die Inhalte darauf an.
Sobald Ihr eine Vorlage ausgewählt habt, könnt Ihr Euch auch schon über die ungefähre Seitenzahl Gedanken machen, was sich dann auf den zu erwartenden Druckpreis auswirken wird.

2. Wer kann mithelfen?
Je nachdem wie viele Inhalte Ihr erstellen möchtet, ist es schlau, unter den geladenen Gästen nachzufragen, wer Lust hat, Hobby-Redakteur zu sein. Möglicherweise stehen auf der Gästeliste ja sogar Blogger oder gar Designer, die Ihr mit ins Boot holen könnt. Ansonsten bittet die Gäste, Euch Fotos, Texte etc. zu mailen, damit Ihr alles zusammenstellen könnt.
Legt dabei immer die ungefähre Wortanzahl fest, setzt konkrete Deadlines und überlegt auch gemeinsam, wie Ihr am besten an gute Fotos für die Beiträge kommt. Plant bei einem vorläufigen Seitenlayout etwas mehr Platz für die Artikel ein als nötig, denn zu wenig Platz ist letztlich ein größeres Problem als ein wenig leerer Raum.

3. Was könnten die Inhalte sein?
Das wichtigste an einer Hochzeitszeitung sind natürlich die Textinhalte. Diese sollen sich rund um das Brautpaar drehen. Dies sind einige Ideen für mögliche Inhalte der Hochzeitzeitung:
• Ein romantisch-witziges Gedicht
• Eine spannende Reportage über die Hochzeitsvorbereitungen
• Fotos der Traumurlaube des Paares
• Die Kennenlerngeschichte von Braut und Bräutigam
• Witzige Steckbriefe der beiden
• Eine Fotostrecke mit Meilensteinen der Beziehung
• Interviews mit den Familienmitgliedern
• eine Collage aus Bilder und Zitaten aus der Schulzeit
• Ein Kreuzworträtsel mit Bezug auf das Paar
• Berichte über die Junggesellenabschiede
• Ein Reiseguide zum Flitterwochenziel

4. Einfach drucken lassen
Wenn die Inhalte fertiggestellt sind, könnt Ihr diese online oder per Softwaredownload zusammenstellen. Heutzutage muss nicht mehr geklebt werden. Programme aus dem Internet bieten einen enormen Funktionsumfang zum professionellen Layouten einer Hochzeitszeitung.
Noch einfacher geht die Gestaltung bei Online-Anbietern wie z.B. die
Hochzeitsdrucker.* Hier ist das Programm kostenlos und Ihr bezahlt nur für die zu druckenden Exemplare. Das Projekt wird online direkt an den Dienstleiter vermittelt und geht nach der Bezahlung sofort in den Druck. Dann dauert es nur wenige Tage bis Ihr Eure Hochzeitszeitung in den Händen haltet. Der große Tag kann kommen!

*Ja, das ist Werbung, aber Ihr wisst ja: Es gibt auch andere Anbieter. Fühlt Euch frei, Euch für einen Anbieter zu entscheiden.

Foto: Kleah77 @pixabay.com

Heidi, Tom und „Priester“ Bill

Am Samstag haben sich wieder einmal viele Paare das Ja-Wort gegeben. Keins von ihnen hat das so medienwirksam gemacht wie Heidi Klum und Tom Kaulitz – wer sich für Klatsch und Tratsch interessiert, wird es mitbekommen haben.

Mir persönlich ist es komplett egal, ob die beiden nun zusammen sind, sich getrennt oder nun sogar geheiratet haben. Das ist, wie bei jedem Paar dieser Welt, ganz alleine ihre Sache. Interessant wird es für mich als freie Rednerin dann allerdings doch noch, denn Kaulitz-Bruder Bill hat die beiden getraut. Auch das kann er machen, das steht jedem frei. Die Frage ist nur, mit welcher Legitimation. Da wird es dann in der Tat richtig spannend, denn Bill ist tatsächlich alles, aber kein legitimierter Pastor oder Pfarrer einer der öffentlichen Kirchen in Deutschland. Dass er trotzdem eine Art Talar und darüber eine Art Stola trägt, hat den Hintergrund, dass er sich seine „Priesterzulassung“ in den USA gekauft hat. So ist es zumindest in der Presse zu lesen, ich habe ihn nicht persönlich gefragt. „DARF DER DAS?“ ist nun überall zu lesen. Ja, das darf er. Ob das ernsthaft notwendig ist, um eine (freie) Trauung durchzuführen, ist ja tatsächlich noch eine ganz andere Frage. Und um die Frage zu beantworten, bevor sie entsteht: Nein, ich habe keine Talar und selbst wenn ich einen hätte, würde ich mich hüten, ihn zu tragen. Das ist schlicht und ergreifend Amtsanmaßung. Wer einen Pastor mit Talar wünscht, darf selbstverständlich in der Kirche heiraten. Habe ich auch gemacht. Ich selbst traue aber nur frei. Wann seid ihr die Glücklichen? ❤

Freude, Ehre und ein bisschen Furcht

Wann immer es zu einer Buchung kommt, freue ich mich sehr und hibbel zusammen mit meinem Brautpaar auf den großen Tag hin. Oder mit den Eltern auf den Tag der Willkommensfeier. Weniger freue ich mich bei Beerdigungen, logisch. Natürlich freue ich mich über das Vertrauen, das mir geschenkt wird, aber ich freue mich nicht wirklich auf die Zeremonie – anders als bei Hochzeit oder freier Taufe.

Immer mal wieder kommt es vor, dass man ganz besondere Aufträge bekommt. Von Menschen, die einem gute Freunde sind. Da ist es dann eine ganz besondere Ehre, wenn man die Zeremonie an ihrem großen Tag halten darf. Und zugleich ist mir selten im Vorfeld so schlecht. Ich habe immer das Gefühl, dass da noch mehr als sonst „auf dem Spiel steht“. Natürlich ist am Ende alles mehr als nur okay, bis jetzt waren alle voller Glück und Dankbarkeit und ich weiß, dass das so bleiben wird. Und doch werde ich wohl nie vollkommen entspannt zu so besonderen Feiern fahren. Zwei davon habe ich im nächsten Jahr. Die eine kündigte sich an mit „Haltet euch bitte den xx.xx.2020 frei, ich brauche dich dann“ und die andere kam mit diesem Foto:

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Ich bin dankbar und glücklich, fühle mich sehr geehrt und bin doch etwas angefüllt mit (positiver!) Furcht. 🙂 😉

When I´m Dead And Gone

Ja, genau. Da gibt es ein Lied, das diesen Titel trägt. Eigentlich veröffentlicht von McGuinness Flint und ganz bekannt geworden durch Fury, geht es darum, was passieren soll, wenn der Sänger nicht mehr ist.

Ich finde dieses Lied einfach extrem großartig und auch, wenn ich gerne einen Grabstein hätte (und sogar weiß, was da draufstehen soll), so ist ja ganz grundsätzlich die Frage: Wisst ihr, was sein soll, wenn es euch einmal nicht mehr gibt? Wie eure Trauerfeier sein soll? Welche Lieder gespielt werden sollen? Was und ob gesungen werden soll? Was wollt ihr im Sarg tragen? Es gibt noch so viele andere Fragen rund um Tod, Beerdigung und „allem danach“.

Auch, wenn das wirklich kein super tolles Thema ist, es ist ein absolut wichtiges Thema. Macht euch besser jetzt Gedanken, wo ihr euch noch Gedanken machen könnt. Es kann leider ganz schnell zu spät sein für Überlegungen…

Loslassen und festhalten

Es ist noch nicht ganz so lange her, dass ich mit einem Freund über die Länge und Intensität von Beziehungen sprach. Und warum man es manchmal sehr lange mit und bei einem Menschen aushält und manchmal auch nicht.

Wir haben nicht das Liebesgeheimnis enträtselt und auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ich denke aber, dass viel dran ist, wenn er sagt: Wenn ich Vertrauen habe, festhalten und loslassen kann, dann ist das eine gute Basis und dann ist das ein guter Grund für viele glückliche Jahre.

Bei und mit Kindern ist das ähnlich, denke ich. Die müssen irgendwann losgelassen werden. Jedes Jahr ein wenig mehr. Und doch hält man sie fest und zeigt ihnen, dass man da ist. Ganz egal, was passiert. Ganz egal, ob sie in ein Loch fallen oder Höhenflüge habe. Wie in einer Beziehung / Ehe. Da sein. Wege mitgehen. In den berühmten guten und schlechten Tagen. Nicht aufgeben. Und doch auch erkennen, wenn es nicht weitergeht, wie es ist. Den festhalten ist wichtig, loslassen aber eben auch. Alles hat seine Zeit.